Geburtsverlauf

    Nach 288 Tagen

     Eröffnungsphase/ Eröffnungswehen

 

  Die ersten Wehen hatte ich am 16. März um ca. 1 Uhr früh (so alle 12 Minuten), doch ich schlief wieder ein. Da ich dachte, dass das ja noch nicht die Wehen sein können, weil sie eigentlich nicht schmerzhaft waren. Gegen 3.45 Uhr wurde ich wach, die Wehen kamen alle 10 Minuten. Und ich schlief wieder ein. Um 4.30 Uhr dann alle 5 Minuten. Ich stoppte die ganze Zeit mit´m Handy. Ich hab´n Wolfgang geweckt und wir sind ins Diakonie- Krankenhaus gefahren.

 

5 Uhr

 

Ich wurde eine halbe Stunde an den Wehenschreiber angeschlossen.

Der Muttermund war schon 7 cm offen. Da das Köpfchen nicht genug auf die Fruchtblase drückte, sollten wir einen Spaziergang machen.

Also gingen wir los und liefen eine Stunde umher.

Doch es tat sich nichts. Also wieder Wehenschreiber ... und wieder laufen ...

 

Die Fruchtblase wurde dann später aufgezwickt.

 

Austreibungsphase

 

Die Wehen haben schrecklich weh getan & ich habe einfach alles verflucht.

Die Hebammen haben gut auf mich eingeredet und mir Mut gemacht.

Ich hätte sie am liebsten alle angeschriehen.

 

Da das Köpfchen leicht verdreht im Becken war, musste ein Arzt mit einer Saugglocke nachhelfen.

(Ich habe gefragt, ob man nicht auf den Bauch drücken kann? Das kenne ich aus Filmen.)

Und eine Hebamme drückte noch auf den Bauch.

 

14.52 Uhr

 

Wolfgang hat die Nabelschnur durchgeschnitten!

 

Nach 10 Stunden

 

Und dann wurde er mir auf den Bauch gelegt - Maurice.

Sofort hatte ich alle Schmerzen vergessen.

Er sah so süß aus ... so zerknautscht ... unglaublich, dass war der schönste Moment in meinem Leben.

In den letzten Minuten, als der Kleine dann endlich da war, lief das Lied:

"Das Beste" von Silbermond.

 

Nachgeburtsphase

 

Nach ca. 10 Minuten hatte sich die Plazenta ganz gelöst und durch einmal mitschieben war auch das geschafft - ohne Schmerzen.

 

Wir haben auch die Plazenta angeschaut, unglaublich das der Kleine darüber ernährt wurde.

 

Es wurde dann noch wegen Verletzungen geschaut, aber da hatte ich ja Glück.

 

 

So ... dann war es geschafft.

Das hört sich hier natürlich viel schmerzfreier und einfacher an, als es wirklich war.

 

Immer wieder muss ich an dieses Bild denken:

Wie Maurice auf mir liegt ... ich runter schaue ... und er so süß.

Ein super Gefühl!